Montag, 3. Dezember 2012

[Fahrt] Bücher, Bücher, Bücher

Mit dem Bus um 8:23 Uhr sind Julia und ich in Augsburg gestartet. Wir haben uns am Hauptbahnhof mit Nicole getroffen und sind dann durch Schnee und Nebel nach München gefahren. Unser erstes Ziel dort war kein Buchladen, sondern ein Spielzeuggeschäft und als zweites ein Schuhladen, weil mich meine Schuhe so aufgerieben haben, dass ich mir neue kaufen musste!

Dann konnte unser eigentliches Programm losgehen. 


Zuerst ging es in die „Buchhandlung Lentner“. Sie ist seit Kriegsende im Erdgeschoss des Rathauses und sieht wohl immer noch so aus wie damals: Ein kleiner Raum mit Bücherregalen aus dunklem Holz und alles voller Bücher. Im ersten Stock ist noch ein weiterer kleiner Raum mit Sachbüchern. Am Boden steht eine uralte Schreibmaschine, in einer Ecke ein alter Sessel und auf einem Regal liegen alte, in Leder gebundene Bücher. Julia hat sich gleich einen Roman von Jane Austen gekauft, aber ansonsten haben wir nur die tolle Atmosphäre mitgenommen. Wer gern mal Hugendubel oder den anderen Buchhandelsketten entgehen will, der sollte unbedingt dort reinschauen. [Wenn man vor dem Rathaus steht (mit Blick auf das Rathaus), dann einfach links davon die Weinstraße rein. Auf der rechten Seite kommt dann nach ein paar Schritten die Buchhandlung.]

Danach ging’s weiter zum Rindermarkt (Nr. 10) in das Antiquariat „Shakespeare & Co.“. Der Laden ist absolut vollgestopft mit Büchern, die Treppe zur Galerie kommt man fast nicht hoch und auch oben kann man sich kaum umdrehen. Aber er ist natürlich schon ein ganz besonderer kleiner Laden, in dem man sich durch stapelweise Bücher wühlen kann. Julia hat natürlich auch hier zugeschlagen und „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen ausgegraben. Der Inhaber ist ein Unikat, die Mitarbeiterin sehr nett und es war lustig in dem Laden zu wühlen. Obwohl es ein sehr großes Durcheinander ist, haben die beiden wohl ein System, denn sie konnten gleich schon ungefähr sagen, wo Jane Austen zu finden ist. Ansonsten ist alles zwar nach Genres sortiert, aber doch irgendwie durcheinander: Hier liegt ein neuerer Krimi für 3,- € neben einem in Leder gebundenen Buch für 70,- € und einem indischen Kochbuch. Es ist wirklich ein Abenteuer, dort durchzuschauen!




Über den Marienplatz und noch mal vorbei an der „Buchhandlung Lentner“ liefen wir Richtung „Fünf Höfe“. Von Geigenklängen einiger Kinder und Jugendlichen begleitet sind wir dann dort doch noch in einen Hugendubel gegangen. Nicole hat sich ein Buch und ich habe mir einen Literaturkalender („Leselust“) gekauft. Diese Filiale von Hugendubel war natürlich was ganz anderes, als die beiden kleinen Läden vorher. Hier sind natürlich viel mehr Bücher vorrätig und noch anderer Schnickschnack. Trotzdem fand ich die Filiale schön und die Decke mit ihren Bemalungen sehr besonders.








Vorbei an der ehemaligen ersten Filiale von Hugendubel (Salvatorplatz) ging es dann zum Literaturhaus am Salvatorplatz 1. Dort aßen wir in der Brasserie Oskar Maria zu Mittag. Mein Risotto mit roten Beeten und Quittenmus hatte schon eine tolle Farbe! Die Preisklasse dort ist gehoben, aber noch bezahlbar. Das Essen war lecker und sehr besonders macht es auch das Geschirr mit Zitaten von Oskar Maria Graf.






Anschließend ging es mit der Straßenbahn zur „53. Münchner Bücherschau“. Dort waren wir in einer Lesung von Rachel Ward aus dem Buch „Numbers – den Tod im Griff“. Gelesen habe ich bisher den ersten Band der Trilogie, werde aber sicher weiterlesen. Nicole hat netterweise für mich Band 3 signieren lassen und ich freue mich schon darauf Band 2 und 3 zu lesen!






Um ca. 16:30 Uhr bin ich dann in eine Straßenbahn Richtung Sendlinger Tor gesprungen. Dort vor dem „8 Seasons“ haben schon einige gewartet und ab 17:00 Uhr durfte ich dann endlich auf die „House of night“ – Fanparty. Am Eingang stand ein Glas mit „Hostien“, die sich dann als Plastikchips entpuppt haben. Dafür gab’s dann einen gratis „Vampir-Cocktail“. Anschließend war’s noch etwas planlos, weil immer nur wenige eingelassen wurden und der Event noch nicht richtig losgegangen war. Am Eingang in den „Hauptraum“ wurden alle abgefangen und „gezeichnet“. Mit dem blauen Glitzerhalbmond auf der Stirn bin ich dann sogar noch mit dem Zug heimgefahren – peinlich :-)
Die Mitarbeiterinnen von Hugendubel hatten einen Büchertisch aufgebaut, an dem ich mir „Das Handbuch für Jungvampyre“ gekauft habe. Daneben war noch ein Stand mit Schmuck und außen gab es Getränke und Snacks. Später gab es eine Lesung von „Ajax“ (dem Schauspiellehrer aus dem House of night in Berlin)  aus dem aktuellen Buch „Verloren“. Und dann endlich kamen die beiden Autorinnen zur Fragerunde! P.C. und Kristin Cast sind sehr sympathisch und witzig. Sie verrieten, dass bald die Produktion der Verfilmung beginnt.  Es werden wohl die ersten paar Bücher zu einem Film zusammengefasst, die anderen Bücher dann einzeln verfilmt. Außerdem verrieten sie, dass die Serie insgesamt 12 Bücher umfassen wird, was bedeutet, dass es noch zwei Bücher geben wird. Es waren ca. 70 Leute da (nicht wie angekündigt 300), aber das war auch ok so, sonst hätte die Autogrammstunde wohl noch sehr viel länger gedauert. Ich hab mir das aktuelle Buch „Hidden“ signieren lassen. Am Ende gab’s noch eine Tüte vom Verlag mit Poster, Halbmondanhänger, Buttons und einer Leseprobe. Es war eine schöne Veranstaltung – vielen Dank an den Fischer-Verlag und die Autorinnen!

1 Kommentar:

  1. Es war ein unvergesslicher und schöner Tag in München....ich glaube ich hab sogar in der Nacht davon geträumt :-)

    Nici

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