Mittwoch, 12. Dezember 2012

[Ausflug] (Horror-)Trip nach Salzburg


Endlich wurde mein Geburtstagsgeschenk vom Juli eingelöst - ein Wochenendtrip!
Julia, Nici, Andi und ich haben uns am Samstag auf den Weg nach Salzburg gemacht. Julia und ich waren ziemlich bepackt, weil wir das Wochenende bei einer Freundin in Prien am Chiemsee verbringen wollten. „Das ist ja kein Problem“, dachte ich, „wir können ja alles in Salzburg in ein Schließfach stecken und dann gemütlich durch die Stadt gehen.“ Leider lief aber nichts wie geplant und wir hatten einen chaotischen Tag!


Zunächst war der Zug in München total überfüllt und wir stellten uns ins Fahrradabteil. Andi ging rauchen und dann haben wir ihn bis Salzburg nicht mehr gesehen. Er ist irgendwo weiter vorn eingestiegen und konnte nicht mehr zu uns durchdringen. Wir drei Mädels standen dann schwitzend in einem Saunaabteil und schrieben hin und wieder SMS an Andi um zu sehen, ob er nicht schon verhungert war. Das Frühstück hatte nämlich Nici in der Tasche! 
Nach über zwei Stunden (mit Verspätung!) kamen wir dann in Salzburg an und suchten erst mal die Schließfächer, die natürlich alle voll waren. Nach einer Stärkung beim „goldenen M“ versuchten wir es ein 2. Mal und hatten wieder kein Glück. Da wir das Gepäck bei Schnee nicht durch die Stadt tragen wollten, fuhren wir mit dem Bus zu IKEA, um unser Zeug dort einzulagern. Nach über einer halben Stunde waren wir dort und konnten Gott sei Dank zwei Schließfächer ergattern. (Was wir nicht wussten war, dass es eine S-Bahn dorthin gegeben hätte, die sehr viel schneller gewesen wäre!) Dann machten wir uns auf den Weg zurück in die Innenstadt. 
 Dort mussten wir uns den Weg durch Menschenmassen bahnen, denn scheinbar waren alle aus dem überfüllten Zug jetzt in Salzburg unterwegs! 
 













Ein für mich wichtiges Ziel haben wir aber tatsächlich gefunden: Die Buchhandlung Höllrigl, Österreichs älteste noch erhaltene Buchhandlung! (Zur Geschichte der Buchhandlung.) Das Buch, das ich mir dann kaufen wollte (Agatha Christie: Und dann gab´s keines mehr) war auch noch ein „Sammlerstück“, wie der Buchhändler sagte. Es ist nämlich falsch rum gebunden. Wenn ich es lesen werde, sieht es so aus, als würde ich kopfüber lesen! Ich hab es mir aber wirklich gekauft, weil es einfach zu diesem verqueren Tag gepasst hat!

Agatha Christie - Und dann gab's keines mehr

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 9,00 | € (A) 9,30
ISBN: 978-3-596-51114-3
Fischer Verlag

Der Christkindlesmarkt war dann natürlich auch total überfüllt und wir haben nicht mal einen Würstchenstand gefunden. In Augsburg beschwere ich mich immer, dass es nur „Fressstände“ gibt und dort waren sie mir zu wenig :-) Wir waren nicht besonders lang in der Stadt und sind nach einem kurzen Besuch im „Swedish Candy Shop“ wieder zu IKEA gefahren. Dort haben wir unser Gepäck befreit und waren noch etwas shoppen im Europark. Dann haben wir uns mit gebratenen Nudeln und Sushi im YaoYao gestärkt. Das Essen war wirklich lecker und wir hatten eine schöne Aussicht auf den mit Lichtern geschmückten und eingeschneiten Parkplatz.
Dann haben wir uns mit sehr vielen anderen in den Bus gequetscht und sind Richtung Bahnhof gefahren. Der Bus und die Straßen waren überfüllt und wir haben über eine Stunde gebraucht und den Zug grade noch so erwischt. Und wieder mussten wir im Fahrradabteil stehen! Diesmal allerdings alle zusammen und mit netten Leuten drum rum. Ein paar Kinder und etwas angeheiterte Mitfahrer machten die Fahrt angenehmer!
 
Julia und ich sind dann in Prien aus dem Zug gestiegen und zu unserer Unterkunft gelaufen. Es war wirklich sehr schön dort und der Sonntag mit Besuch bei den Pferden und der Weihnachtsmarkt bei Schnee hat uns noch für die Strapazen am Samstag entschädigt!

Vielen Dank an unsere „Gastfamilie“! Wir haben uns wirklich sehr wohl gefühlt und vermissen jetzt schon die Enten und Gänse, die als Weckruf ans Fenster geklopft haben :-)




P.S.: Den Glückscent aus dem Bus in Salzburg werde ich in Ehren halten und neben der Tüte aus der Buchhandlung Höllrigl in mein "Lesestunden"-Buch einkleben!
Das hing so im Heu!


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